Apropos Mitarbeiterbeteiligung – Neue Ansätze in Österreich

In den letzten Wochen haben einige Medien über neue Ansätze der ÖAAB berichtet. Die Österreichische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (ÖAAB) ist die Arbeitnehmer-Organisation der Österreichischen Volkspartei (ÖVP).

Ziel ist es die Mitarbeiterbeteiligung in Österreich zu erhöhen. Equity Change Management hat beim Pressesprecher der ÖAAB Herrn Albrecht Oppitz nachgefragt. Die aktuellen Überlegungen basieren auf folgenden 12 Punkten:

Eine Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Gewinn des Unternehmens fördert nicht nur den Partnerschafts- und Mitunternehmergedanken, sondern führt auch zum Aufbau einer besseren Unternehmens- und Vertrauenskultur und zu einer Verbreiterung des Produktivkapitals.

Der Erfolg eines Unternehmens ist unter anderem auf die Arbeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen.

Die Gewinnbeteiligung ist eine Möglichkeit, Beschäftigte in die Entwicklung der Unternehmen besser einzubinden, und so ihre Motivation und Arbeitszufriedenheit zu erhöhen.

Zusätzlich können sozialpolitische Ziele mit Hilfe der Gewinnbeteiligung verknüpft werden, dazu gehören die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verbreiterung der Einkommensbasis der Beschäftigten, sowie die Schaffung von Eigentum.

Gesamtwirtschaftlich hat die Gewinnbeteiligung ebenso positive Auswirkungen: Durch eine höhere Produktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Betriebe wettbewerbsfähiger und schaffen somit neue Arbeitsplätze.

Chancengleichheit und Leistungsgerechtigkeit werden dadurch erlangt, dass alle arbeitenden Menschen am erwirtschafteten Gewinn beteiligt werden.

Dazu bedarf es einer gezielten Förderung von Modellen der Gewinnbeteiligung. Derzeit ist das nur für einen kleinen Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Führungsetagen üblich, durch einen „Bonus“ am Unternehmenserfolg beteiligt zu werden.

Daher: Ausbau der Gewinnbeteiligungsmodelle in Österreich

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KMU sollen am erwirtschafteten Erfolg der Unternehmen beteiligt werden, ohne dass Steuern die Gewinn-Sonderzahlung wieder „wegfressen“.

Diese Form der Gewinnbeteiligung durch eine Gewinnausschüttung könnte mit 25 Prozent wie bei der Kapitalertragssteuer besteuert werden.

Die Gewinnbeteiligung soll zusätzlich zu Lohn- und Gehaltserhöhungen und kollektivvertraglich festgelegten Lohn- und Gehaltssteigerungen gewährt werden und ist auf Basis der Freiwilligkeit mit dem Unternehmer zu vereinbaren.

Zwischen dem Unternehmer und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll auch weiterhin eine klare Trennung erfolgen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nicht Mitunternehmer werden, sondern arbeitsrechtlich weiterhin Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleiben.

Equity Change Management unterstützt dieses Bestreben.

Magna-Gründer Frank Stronach mit eigener Partei

Bei der Nationalratswahl 2013 in Österreich will der Gründer von Magna Frank Stronach mit einer eigenen Partei antreten.

Im Fokus seiner Politik steht die Wirtschafts- und Steuerpolitik. „Das jetzige System behindert das Wachstum, statt anzuregen“, kritsiert Stronach und erneuert daher seine Forderung nach einem vereinfachten Steuersystem samt 20-prozentiger Flat Tax und einer Mitarbeiterbeteiligung auf unternehmerischer Seite.

Equity Change Management begrüßt diesen Vorstoß und unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Mitarbeiterbeteiligung.

Die Deutschen und die Aktie – Eine Kolumne von Marc O. Schmidt

Der Autor Marc O. Schmidt der Kolumne „Die Deutschen und die Aktie – immer wieder vergebene Chancen“ stellt fest, dass in den aktuell anstehenden Tarifverhandlungen das Thema Mitarbeiterbeteiligung kaum angesprochen wird. Vor dem Hintergrund, dass die Beteiligung über Aktien zu den besten Altersvorsorgeoptionen zählt, ist diese Einstellung kaum nachvollziehbar.

Den vollständigen Artikel kann ich nur empfehlen.

Im vierten Absatz seiner Kolumne nimmt der Autor Stellung zu dem Thema Mitarbeiterbeteiligung. Equity Change Management kann die Aussagen nur unterstreichen.